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August 2007

Am zweiten Tag war das Schienensystem komplett, und die Kabel waren verlegt. Die Strangenden wurden am Dachfirst unter die Ziegel auf der Nordseite nach unten geführt, knapp unterhalb des Carportdachs an der Ost-Nordost-Außenwand entlanggeführt zu den Wechselrichtern. Die zwei Wechselrichter vom Typ Kaco 3500xi waren bereits an der Hauswand montiert, aber noch nicht angeschlossen.

Ich schnappte mir aber bereits die Bedienungsanleitung. Bisher hatten wir uns gar keine Gedanken darum gemacht, auf welche Weise wir den Betrieb der Anlage kontrollieren. Mir schwebte vor, die RS232-Schnittstelle der Wechselrichter auszulesen. Mein Mann meinte jedoch, man dürfe mir keine Bedienungsanleitung aushändigen, weil - ja, weiß ich auch nicht, warum er das meinte ...*lach* Da die Wechselrichter nun außen an der Wand hängen, würde die Verlegung eines Datenkabels schwierig werden. Dazu kam, dass mein Büro, wo Computer, Router, Telefonanlage installiert sind, sich gerade am anderen Ende des Hauses befindet. Mein Mann sagte gleich, er verlege kein Kabel quer durchs Haus.

Um die Anlage zu erden, wurde eine Erdungsleitung an der östlichen Ecke dicht am Regenfallrohr nach unten geführt. An dieser Stelle hatten wir bereits zwei Regentonnen zum Teil in die Erde versenkt, so dass keine Pflasterung entfernt werden musste.

Am dritten Tag, dem Freitag, 10. August, kam ich nach Hause und fand die Anlage fertig montiert vor. Die Monteure waren bereits nicht mehr da, und mein Mann erzählte mir freudestrahlend, dass wir schon einspeisen! Er erzählte: Als sie merkten, dass die Montage der Module flott vonstatten ging, rief man den Chef an, dass er seinen Bekannten beim Energieerzeuger herbestellen soll, damit der den Drehstromzähler mitbringt und die Anlage ans Netz gehen kann. Gegen Mittag kam der gute Mann, und ca. um halb eins ging unsere Anlage ans Netz. Und als wenn es bestellt gewesen wäre, kam das gute Wetter zurück. Zwei Tage nach Inbetriebnahme fuhren wir unser bisheriges Tagesmaximum von 38 kWh ein.

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